Mit 2180 Metern thront die Wertatscha in den Karawanken direkt an der österreichisch-slowenischen Grenze — und sammelt dabei Namen wie andere Berge Wanderer. Deutscher Berg, Zinnenwand, Meniška gora oder Rtača: Jeder scheint seine eigene Vorstellung von diesem Gipfel zu haben.
Das alte Alpinschrifttum nannte ihn gerne "Deutscher Berg", während die Slowenen mit "Mönchsberg" eher spirituell unterwegs waren. Vielleicht liegt's an der Lage — so ein Grenzberg muss eben diplomatisch sein.
Die Karawanken sind ohnehin nicht die Alpen der großen Gesten, sondern eher die der stillen Momente. Und die Wertatscha passt perfekt dazu: kein Riese, aber groß genug, um dir einen ordentlichen Blick über zwei Länder zu verschaffen.