Du stehst vor einem Berg, der seine wilde Vergangenheit nicht verleugnen kann. Der Zlatý kůň im Böhmischen Karst war bis in die 1950er Jahre ein ziemlich geschäftiger Ort — hier wurde Kalk abgebaut, was dem Berg ordentlich zugesetzt hat.
Das Beste kam aber erst, als die Steinbrucharbeiter 1950 ihre Spitzhacken schwangen: Sie hackten sich versehentlich in die Koněpruské jeskyně hinein, eine Karsthöhle in der Südflanke des Berges. Manchmal führen die besten Entdeckungen über Umwege.
Seit 1973 hat der Zlatý kůň Ruhe vor den Baggern. Auf 37 Hektar steht er nun als Nationales Naturdenkmal unter Schutz — ein Berg im verdienten Ruhestand, könnte man sagen. Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört.