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Natur

Íshellir

Du stehst vor einer Höhle, die aussieht wie von einem Riesen ausgemeißelt — nur dass hier kein Riese am Werk war, sondern glühende Lava. Íshellir liegt im Hallmundarhraun-Lavafeld, etwa acht Kilometer nordöstlich von Kalmanstunga.

Die Geschichte dahinter ist ziemlich wild: Im 9. Jahrhundert spuckte der Langjökull-Gletscher nicht etwa Eis, sondern aus Kratern an seinem Nordwesthang flüssiges Gestein. Die Lava floss ab, kühlte außen ab und schuf dabei diese natürlichen Tunnelsysteme.

Das Coole an Lavahöhlen? Sie sind quasi die Autobahnen der Vergangenheit — nur für 1200 Grad heißen Verkehr. Heute kannst du trockenen Fußes durch die Röhren wandern, die einst von glühendem Gestein durchflossen wurden.

Von außen unscheinbar, innen spektakulär: Die dunklen Wände erzählen stumm von Islands feurigem Temperament vor über tausend Jahren.

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