Drei Besatzungen in 51 Jahren -- das hat selbst für europäische Verhältnisse eine gewisse Dramatik. Das Lettische Okkupationsmuseum widmet sich genau dieser Zeit von 1940 bis 1991, als Lettland zwischen Sowjetunion und Nazi-Deutschland hin- und hergeschoben wurde wie ein ungeliebtes Paket.
Das Museum nennt es selbst "Dokumentation des Traumas einer dreifachen Okkupation" -- eine ziemlich treffende Beschreibung für ein halbes Jahrhundert, das niemand gerne erlebt hätte. Hier erfährst du, wie es sich anfühlt, wenn dein Land quasi über Nacht den Besitzer wechselt.
Mit über 100.000 Besuchern pro Jahr ist es das meistbesuchte Museum Lettlands. Offenbar wollen viele verstehen, was damals passiert ist. Schwere Kost, aber wichtig.