Die Medici wussten schon, wie man richtig protzt. In San Lorenzo haben sie sich nicht nur eine Hauskirche gebaut, sondern gleich ihre ganze Dynastie in Marmor verewigen lassen. Michelangelo hat hier seine Finger im Spiel gehabt -- und das merkt man.
Die Neue Sakristei ist sein Werk, komplett mit den berühmten Grabmälern von Giuliano und Lorenzo de' Medici. Tag und Nacht, Morgen- und Abenddämmerung sitzen da als Skulpturen rum und schauen melancholisch drein. Verstehen kann man sie -- ewige Wache am Grab zu schieben ist auch kein Traumjob.
Brunelleschi hat die Kirche selbst entworfen, eine seiner ersten Renaissance-Nummern in Florenz. Schlicht, geometrisch, ohne viel Schnickschnack. Die Medici-Kapellen dahinter sind dann wieder das Gegenteil -- Marmor in allen Farben, als hätte jemand einen Steinbruch explodieren lassen.
Der Clou: In der Krypta liegen über 50 Medici begraben. Ein ganzes Familientreffen für die Ewigkeit.