Malta

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Malta

Valletta
Maltesisch und Englisch
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CET/CEST (UTC+1/+2)

Einreise

Schengen-Raum. Für EU/EFTA-Bürger genügt der Personalausweis. Drittstaaten: Schengen-Visum prüfen. Keine Impfpflicht. Wä...

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Beste Reisezeit

April–Juni und September–Oktober (warm, weniger heiß, ideal zum Baden und Erkunden). Juli/August sehr heiß und voll; Win...

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Impressionen

Malta

Bilder

Valletta
Hauptstadt

Waehrung

Euro (EUR)

Landeswaehrung

Sprache

Maltesisch und Englisch

Amtssprache

Zeitzone

CET/CEST (UTC+1/+2)

Beste Reisezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

April–Juni und September–Oktober (warm, weniger heiß, ideal zum Baden und Erkunden). Juli/August sehr heiß und voll; Winter mild und ruhig.

Geschichte

Malta blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurück: Hier stehen die ältesten freistehenden Steinbauten der Welt (Megalithtempel, älter als die Pyramiden, UNESCO). Phönizier, Karthager, Römer, Araber, Normannen und andere hinterließen ihre Spuren. 1530 erhielt der Johanniterorden die Inseln und prägte sie als Ritterstaat (Erbauung Vallettas nach der Großen Belagerung von 1565). Nach Napoleon kam Malta unter britische Herrschaft und wurde 1964 unabhängig. EU- und Schengen-Beitritt 2004/2007, Euro-Einführung 2008.

Geschichte im Überblick

Maltas Geschichte ist außergewöhnlich tief: Schon vor über 5 000 Jahren errichteten frühe Bewohner die Megalithtempel, die ältesten freistehenden Steinbauten der Welt. Wegen seiner strategischen Lage im Zentrum des Mittelmeers wechselten die Herrscher häufig — Phönizier, Karthager, Römer, Araber, Normannen und andere prägten die Inseln. 1530 erhielt der Johanniterorden Malta und verteidigte es 1565 in der Großen Belagerung gegen die Osmanen, woraufhin die Festungsstadt Valletta entstand. Nach einer kurzen napoleonischen Episode kam Malta unter britische Herrschaft und wurde 1964 unabhängig, 1974 Republik. EU-Beitritt 2004, Euro-Einführung 2008.

Kultur

Kunst

Maltas Kunst ist vom Erbe des Johanniterordens und des Barock geprägt. In der St.-Johns-Co-Kathedrale in Valletta hängt mit Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers" eines der bedeutendsten Gemälde der Kunstgeschichte. Reich verzierte Barockkirchen, Festungsarchitektur und die kunstvollen Steinmetzarbeiten aus dem honigfarbenen Kalkstein prägen das Bild. Valletta war 2018 Kulturhauptstadt Europas.

Musik

Maltesische Volksmusik ist geprägt vom „Għana" — einem improvisierten, oft im Wechselgesang vorgetragenen Volkslied. Daneben spielen Blaskapellen (Banda) eine große Rolle, besonders bei den zahlreichen Dorffesten (Festi). Die Mittelmeerlage spiegelt sich in arabischen, italienischen und britischen Einflüssen. Valletta hat ein renommiertes Barocktheater und eine wachsende zeitgenössische Musikszene.

Brauchtum & Traditionen

Das gesellschaftliche Leben kreist um die Festi — die farbenprächtigen Dorffeste zu Ehren der Schutzheiligen mit Prozessionen, Blaskapellen, geschmückten Kirchen und spektakulärem Feuerwerk (Malta ist berühmt für seine Pyrotechnik). Tief katholisch geprägt mit Karwoche und Karfreitagsprozessionen. Dazu traditionelle bunte Fischerboote (Luzzu) mit dem „Auge des Osiris" und ein starker Gemeinschaftssinn in den Dörfern.

Kultur und Lebensart

Malta ist eine kulturelle Schatzkammer mit einer der dichtesten Konzentrationen an Welterbe weltweit. Die Megalithtempel sind die ältesten freistehenden Bauwerke der Erde, älter als Stonehenge und die Pyramiden. Das Erbe des Johanniterordens prägt die Festungsstadt Valletta mit ihren Barockkirchen und Caravaggios Meisterwerk in der Co-Kathedrale. Tief katholisch geprägt, kreist das Leben um die farbenprächtigen Dorffeste (Festi) mit Blaskapellen und spektakulärem Feuerwerk. Die Verschmelzung arabischer, italienischer und britischer Einflüsse — sichtbar in Sprache, Küche und Alltag — macht Maltas Identität einzigartig.

Natur

Der maltesische Archipel besteht aus den bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino sowie kleineren Eilanden. Die Landschaft ist felsig und karg, mit dramatischen Kalksteinklippen (Dingli Cliffs), Buchten, Höhlen und kristallklarem Mittelmeer — die Blaue Lagune bei Comino ist berühmt. Es gibt kaum natürliche Wälder und keine Berge oder Flüsse. Das warme, klare Wasser macht Malta zu einem erstklassigen Tauch- und Schnorchelrevier mit Wracks und Unterwasserhöhlen.

Natur-Highlights

Verkehr

Das öffentliche Verkehrsmittel ist das landesweite Busnetz, das von Valletta aus fast alle Orte erschließt und für Einwohner kostenlos ist. Eine Fähre verbindet Malta mit der Schwesterinsel Gozo, eine weitere die Häfen rund um den Grand Harbour. Es gibt keine Eisenbahn. Wegen der geringen Größe sind die Wege kurz; viele nutzen zusätzlich Taxis, Ride-Hailing oder einen Mietwagen. Achtung: Auf Malta herrscht Linksverkehr (britisches Erbe).

Auto-Hinweise

ACHTUNG: LINKSVERKEHR (britisches Erbe). Auch die Steckdosen sind britisch (Typ G). Keine Autobahnen, nur Schnellstraßen — mautfrei. Das Straßennetz ist dicht, aber teils eng und der Verkehr in Ballungsräumen hektisch; Parkraum ist knapp. Tempolimits niedrig (meist 50–80 km/h). Abblendlicht bei schlechter Sicht. Blutalkoholgrenze 0,5 ‰ (0,2 ‰ für Fahranfänger). Ein internationaler Führerschein wird empfohlen.

Verkehr und ÖV

Maltas öffentlicher Verkehr stützt sich auf ein landesweites Busnetz, das von Valletta aus fast alle Orte erschließt und für Einwohner kostenlos ist; eine Eisenbahn gibt es nicht. Fähren verbinden Malta mit der Schwesterinsel Gozo sowie die Häfen rund um den Grand Harbour (Valletta–Sliema–Three Cities), was oft schneller und schöner ist als die Busfahrt. Wegen der geringen Größe der Inseln sind die Wege kurz; viele ergänzen den Bus durch Taxis, Ride-Hailing oder einen Mietwagen. Wichtig für Autofahrer und beim Überqueren der Straße: Auf Malta herrscht Linksverkehr nach britischem Vorbild.

Genuss & Küche

Mediterran mit arabischen, italienischen und britischen Einflüssen: das Nationalgericht ist Fenkata (geschmortes Kaninchen), dazu Pastizzi (Blätterteigtaschen mit Ricotta oder Erbsen), Ftira (maltesisches Brot/Sandwich), Lampuki-Fischpastete, Bragioli (Rouladen) und Aljotta (Fischsuppe). Süßes: Kannoli und Imqaret (gefüllte Dattelteigtaschen). Frischer Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle.

Signature-Drinks

Kinnie ist das maltesische Nationalgetränk — ein bittersüßes Erfrischungsgetränk aus Bitterorangen und Kräutern. Dazu lokales Bier (Cisk), maltesischer Wein von den eigenen Weinbergen, der Likör aus Kaktusfeigen (Bajtra) und ein guter Kaffee in der mediterranen Café-Kultur. Das Leitungswasser stammt größtenteils aus Meerwasserentsalzung und ist trinkbar, schmeckt aber vielen weniger gut, weshalb oft Flaschenwasser bevorzugt wird.

Shopping

Maltesische Spitze (Bizzilla, Klöppelspitze von Gozo), mundgeblasenes Glas (Mdina Glass), Filigranschmuck aus Silber, das Malteserkreuz als Symbol, Honig (der antike Name Maltas, „Melita", bedeutet Honig), Kinnie und lokale Keramik. Einkaufsadressen: die Republic Street in Valletta, Kunsthandwerksdörfer (Ta' Qali) und die Märkte von Marsaxlokk.

Klima

Ausgeprägtes mediterranes Klima mit sehr heißen, trockenen Sommern (Juli/August oft über 30 °C) und milden, feuchten Wintern (Januar 12–16 °C). Malta zählt zu den sonnenreichsten Orten Europas. Im Sommer weht häufig der heiße Scirocco aus Afrika; Regen fällt fast ausschließlich im Winterhalbjahr. Frost und Schnee gibt es praktisch nie.

Klima und Wetter in Malta

Malta hat ein ausgeprägtes mediterranes Klima und zählt zu den sonnenreichsten Orten Europas. Die Sommer sind sehr heiß und trocken (Juli und August oft über 30 °C, mit dem heißen Scirocco-Wind aus Afrika), die Winter mild und feucht (Januar 12–16 °C). Regen fällt fast ausschließlich im Winterhalbjahr in kurzen, kräftigen Schauern; Frost und Schnee sind praktisch unbekannt. Das Meer bleibt bis weit in den Herbst angenehm warm. Beste Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober für warmes, aber nicht extrem heißes Wetter, ideal zum Baden, Tauchen und Erkunden; im Hochsommer ist es sehr heiß und voll, der Winter mild und ruhig.

Praktisches

Steckdose
Typ G
Spannung
230V / 50Hz
Leitungswasser
Trinkbar
Vorwahl
+356

Notrufnummern

Visum / Einreise
Schengen-Mitglied. EU/EFTA-Bürger reisen visumfrei mit Personalausweis ein. Drittstaaten ggf. Schengen-Visum.
Trinkgeld
Trinkgeld ist üblich, aber nicht zwingend: in Restaurants etwa 5–10 % bei gutem Service. Prüfen, ob bereits ein Service-Zuschlag berechnet wurde. Taxi auf nächste Summe runden.

Geographie

Geographie und Landschaft

Mit nur 316 km² ist Malta einer der kleinsten Staaten der EU — ein Archipel im Zentrum des Mittelmeers zwischen Sizilien und Nordafrika. Bewohnt sind die Hauptinsel Malta, die grünere und ruhigere Insel Gozo und das winzige Comino; dazu kommen kleinere unbewohnte Eilande. Die Landschaft ist felsig, karg und baumarm, geprägt von honigfarbenem Kalkstein, terrassierten Feldern, dramatischen Klippen (Dingli Cliffs) und tiefen Naturhäfen. Es gibt keine Berge, Flüsse oder natürliche Seen. Das warme, kristallklare Mittelmeer mit Buchten, Höhlen und Wracks macht die Inseln zu einem Top-Tauchrevier.

Gesellschaft

Gesellschaft und Lebensstil

Mit rund 540.000 Einwohnern auf nur 316 km² ist Malta einer der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt. Die Gesellschaft ist tief katholisch geprägt, familien- und gemeinschaftsorientiert, mit einem ausgeprägten Dorffest-Kalender. Der durchschnittliche Bruttolohn liegt bei etwa 1.800 € im Monat. Durch die Geschichte und die englische Amtssprache ist das Land international ausgerichtet und zieht viele Zuwanderer, Studierende und Unternehmen an. Das Leben spielt sich viel im Freien ab — am Meer, in Cafés und bei den lautstarken Festi. Da Englisch eine der beiden Amtssprachen ist, gibt es für internationale Besucher keine Sprachbarriere.

Politik

Politik und Staatsaufbau

Malta ist eine parlamentarische Republik. Der vom Parlament gewählte Präsident ist Staatsoberhaupt mit überwiegend repräsentativer Rolle; die Regierung unter dem Premierminister ist dem Einkammerparlament verantwortlich. Nach Jahrhunderten unter dem Johanniterorden und der britischen Krone wurde Malta 1964 unabhängig und 1974 Republik. Trotz seiner geringen Größe ist es ein vollwertiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft: EU-Mitglied seit 2004, Teil des Schengen-Raums seit 2007 und der Eurozone seit 2008. Die katholische Kirche hat verfassungsmäßig eine besondere Stellung. Malta gilt als wichtiger Finanz- und Dienstleistungsstandort im Mittelmeer.

Wirtschaft

Wirtschaft

Malta hat eine stark dienstleistungsorientierte Volkswirtschaft mit einem der höheren Pro-Kopf-Einkommen der Region. Tragende Säulen sind der Tourismus (ganzjährig dank Klima und Kultur), Finanzdienstleistungen, die maritime Wirtschaft (der große Naturhafen und die Schiffsregistrierung), die Online-Gaming- und iGaming-Branche, für die Malta ein europäisches Zentrum ist, sowie zunehmend Technologie- und Blockchain-Unternehmen. Die englische Amtssprache, EU-Mitgliedschaft und Euro erleichtern internationale Geschäfte. Herausforderungen sind die hohe Bevölkerungsdichte, Wasser- und Flächenknappheit sowie die Abhängigkeit von Importen.

Wissenschaft

Wissenschaft und Innovation

Trotz seiner geringen Größe hat Malta wissenschaftliche Bedeutung, vor allem in Archäologie und Medizin. Die prähistorischen Tempel und das unterirdische Hypogäum von Ħal Saflieni sind ein einzigartiges Forschungsfeld für die Ur- und Frühgeschichte des Mittelmeerraums. Die Universität von Malta, eine der ältesten im Commonwealth, ist in Medizin, Meereswissenschaften und digitaler Innovation aktiv. In jüngerer Zeit hat sich Malta als europäisches Zentrum für die Regulierung von Online-Gaming, Finanztechnologie und Blockchain profiliert und zieht entsprechende Technologieunternehmen an. Die maritime Forschung profitiert von der zentralen Lage im Mittelmeer.

Sprache

Sprachen Maltas

Malta hat zwei Amtssprachen: Maltesisch und Englisch. Maltesisch ist eine faszinierende Besonderheit — die einzige semitische Sprache, die im lateinischen Alphabet geschrieben wird; sie geht auf das Arabische der Araberzeit zurück und nahm viele italienische und englische Lehnwörter auf. Englisch ist gleichberechtigte Amts- und Verkehrssprache und wird von nahezu allen Maltesern fließend gesprochen, weshalb es für internationale Besucher keine Sprachbarriere gibt. Italienisch wird ebenfalls von vielen verstanden. Ein paar maltesische Worte („Bonġu" für guten Morgen, „Grazzi" für danke) werden gern gehört.

Sicherheit

Sicherheit und Notfall

Malta ist ein sehr sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalität. In touristischen Zonen und im Nachtleben (Paceville) gibt es allenfalls vereinzelt Taschendiebstahl — Wertsachen sichern. Notrufnummer ist der einheitliche 112 für Polizei, Feuerwehr und Rettung. Die größten Risiken sind verkehrsbedingt: Linksverkehr, enge Straßen und ein teils hektischer Fahrstil erfordern Aufmerksamkeit. Beim Baden, Tauchen und an den Klippen auf Strömungen, Wind und Absturzgefahr achten. Bei Sommerhitze ausreichend trinken und Sonnenschutz beachten. Das Leitungswasser ist trinkbar, viele bevorzugen jedoch Flaschenwasser.

Gesundheit

Gesundheitssystem

Malta hat ein gut entwickeltes öffentliches Gesundheitssystem mit hohem Standard; das Mater-Dei-Krankenhaus ist die zentrale Klinik. Da Englisch Amtssprache ist und viele Ärzte international ausgebildet sind, ist die Verständigung einfach. EU-Bürger nutzen die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) und erhalten Behandlung wie Einheimische; Reisende aus Drittstaaten sollten eine Auslandskrankenversicherung mitführen. Apotheken (spiżerija) sind dicht verteilt und beraten kompetent; Notdienste sind ausgeschildert. Das Leitungswasser stammt überwiegend aus Meerwasserentsalzung und ist trinkbar. Bei Sommerhitze auf Sonnenschutz achten. Keine Impfpflicht für die Einreise.

Veranstaltungen

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