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Beste Reisezeit
Mai–September (Wandern, Seen), Dezember–März (Wintersport). Tessin auch April–Oktober.
Impressionen
Verbier
Bern
Hauptstadt
Waehrung
Schweizer Franken (CHF)
Landeswaehrung
Natur
Sehenswürdigkeiten, Kultur & mehr
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Sprache
Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
Amtssprache
Zeitzone
CET/CEST (UTC+1/+2)
Beste Reisezeit
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Mai–September (Wandern, Seen), Dezember–März (Wintersport). Tessin auch April–Oktober.
Geschichte
Die heutige Schweizerische Eidgenossenschaft geht zurück auf den Rütlischwur 1291 zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden — Gründungsmythos der „Alten Eidgenossenschaft". Im Spätmittelalter wuchs der Bund durch Siege gegen die Habsburger (Morgarten 1315, Sempach 1386) zu einem Staatenbund. 1648 wurde die Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich im Westfälischen Frieden anerkannt. Nach den Wirren der Napoleonischen Zeit und der Helvetischen Republik (1798–1803) bestätigte der Wiener Kongress 1815 die immerwährende Neutralität. 1848 entstand mit der Bundesverfassung der moderne Bundesstaat — direkte Demokratie, Föderalismus und Kollegialregierung. Im 20. Jahrhundert bewahrte die Schweiz in beiden Weltkriegen ihre bewaffnete Neutralität, blieb aber wirtschaftlich und humanitär engagiert (Internationales Komitee vom Roten Kreuz, Genf). 2002 trat sie der UNO bei, hat aber Schengen/Dublin assoziiert, ist jedoch nicht Mitglied der EU.
Kultur
Kunst
Schweizer Kunst überspannt Romanik (Klosterkirche St. Gallen, UNESCO-Welterbe), gotische Kathedralen (Lausanne, Bern), Renaissance- und Barockmeister bis zur Moderne mit Paul Klee, Alberto Giacometti, Jean Tinguely, Sophie Taeuber-Arp und Le Corbusier (Architektur). Zürich war Geburtsort des Dadaismus (Cabaret Voltaire 1916). Heute betreiben Basel (Art Basel, Kunstmuseum), Zürich (Kunsthaus, Schauspielhaus) und Lausanne (Plateforme 10) eine internationale Spitzenszene.
Musik
Vom Jodel und Alphorn über die Schwyzerörgeli-Volksmusik bis zur Klassik mit den Tonhalle-Orchester Zürich, Lucerne Festival Orchestra und dem Verbier Festival. Im Pop steht die Schweiz für Acts wie Yello, Stephan Eicher, Patent Ochsner, Sophie Hunger und Stress; im Jazz für den Zürich Jazz Festival und Cully Jazz. Montreux Jazz Festival am Genfersee gilt als weltgrößtes seiner Art.
Brauchtum & Traditionen
Tief verwurzelte Brauchtumskalender: Sechseläuten (Frühlingsfest Zürich), Basler Fasnacht (UNESCO-Kulturerbe), Schwingen (Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest), Alpaufzug & Alpabzug, Wilhelm Tell-Spiele, Neujahrsstreichen, Achetringele Laupen, Ranzendessous Brienz und das Älplerchilbi. Jeder Kanton pflegt eigene Tracht, Dialekt und Speisetraditionen.
Natur
Drei Großlandschaften: Alpen (60 % der Fläche), Mittelland und Jura. Über 1 500 Seen, 1 800 Gletscher, der Aletschgletscher als größter zusammenhängender Gletscher der Alpen. Weltberühmte Gipfel (Matterhorn, Eiger, Jungfrau, Dufourspitze als höchster Berg der Schweiz mit 4 634 m), tiefe Täler (Lauterbrunnental mit 72 Wasserfällen), der Schweizerische Nationalpark im Engadin (erster Nationalpark der Alpen), 19 Regionale Naturpärke, UNESCO-Welterbestätten Jungfrau-Aletsch, Sardona-Tektonikarena, Monte San Giorgio.
Eines der dichtesten ÖV-Netze der Welt: SBB/CFF/FFS-Züge, PostAuto-Busse erreichen jedes Bergdorf, Schiffe auf allen großen Seen, Trams in 9 Städten. Halbtax-Abo, Generalabonnement (GA) und Swiss Travel Pass für Touristen. Pünktlichkeit > 90 %, getaktet im Stundentakt, 4 transalpine Hauptachsen (Gotthard, Lötschberg, Simplon, San Bernardino). Postauto-Hörner als Markenzeichen der gelben Busse.
Auto-Hinweise
Rechtsverkehr. Vignette obligatorisch (40 CHF/Jahr) auf allen Autobahnen. Maximale Tempolimits: 50 innerorts, 80 ausserorts, 100 auf Autostraßen, 120 auf Autobahnen. Tagfahrlicht ganzjährig Pflicht. Winterreifen empfohlen ab November (keine Pflicht, aber Versicherer reduzieren Leistung ohne). Blutalkoholgrenze 0,5 ‰ (0,1 ‰ für Neulenker/Berufschauffeure).
Genuss & Küche
Regional vielfältig: Fondue, Raclette und Älplermagronen aus dem Bergland; Rösti, Cervelat und Birchermüesli aus dem Mittelland; Tessiner Polenta, Coniglio und Mortadella aus dem Süden; Rumantscher Capuns und Maluns aus Graubünden; Genfer Longeole und Waadtländer Saucisson aus der Romandie. Käse: Gruyère, Emmentaler, Appenzeller, Vacherin Mont-d'Or, Sbrinz, Tête de Moine.
Signature-Drinks
Schweizer Wein (Chasselas/Fendant, Pinot Noir, Merlot Tessin), Apfel- und Birnenmost, Bündner Röteli, Williamine, Kirsch aus Zug, Absinthe aus dem Val-de-Travers, Rivella (Molke-Erfrischung). Brauereien Feldschlösschen, Calanda, Eichhof, Quöllfrisch.
Shopping
Premium-Uhren (Patek Philippe, Rolex, Omega, IWC), Taschenmesser (Victorinox/Wenger), Schweizer Schokolade (Lindt, Sprüngli, Cailler), Bündner Fleisch, Stoffe St. Gallen-Stickerei, Glarner Tüchli, Lukasstube-Holzschnitzereien Brienz. Bahnhofstraße Zürich, Rue du Rhône Genf, Niederdorf Zürich, Marktgasse Bern.
Klima
Gemäßigtes mitteleuropäisches Klima mit deutlichen alpinen Höhenunterschieden. Mittelland: mild, feucht, 4 ausgeprägte Jahreszeiten. Alpen: lange Winter mit viel Schnee, kühle Sommer. Tessin (Südschweiz): submediterran, milde Winter, warme Sommer mit ergiebigen Niederschlägen im Spätsommer. Hauptniederschläge im Sommer; Föhn-Winde sorgen episodisch für ungewöhnlich milde Tage in den Tälern.