Andros macht's anders als ihre Kykladen-Schwestern. Während die anderen mit weißen Häuschen und Windmühlen um Aufmerksamkeit buhlen, hält sich die zweitgrößte Insel des Archipels eher bedeckt.
Hier oben im Norden der Kykladen geht's entspannter zu. Kein Wunder bei knapp 9.200 Einwohnern, die sich auf einer ziemlich großzügigen Fläche verteilen. Die haben Platz zum Atmen.
Die Insel ist quasi ihr eigener Boss — seit 2011 bildet sie eine komplette Gemeinde und schickt sogar einen eigenen Abgeordneten in den Regionalrat. Politisch korrekt und selbstbestimmt, sozusagen.
Das Städtchen Andros fungiert als Verwaltungszentrale und gibt den Ton an. Während andere Kykladeninseln auf Postkarten-Ästhetik setzen, punktet Andros mit ihrer Rolle als stille Nummer zwei im Inselranking — und scheint ganz zufrieden damit zu sein.