Du stehst vor einem der letzten echten Urwälder der Alpen. 450 Hektar unaufgeräumte Natur im Muotatal, wo Fichten seit über 500 Jahren machen, was sie wollen.
Im 150 Hektar großen Kernbereich hat noch nie eine Motorsäge gebrummt. Hier liegen umgestürzte Baumriesen kreuz und quer, neue Bäume wachsen auf alten Stämmen und das Ganze sieht aus wie ein grünes Chaos — ist aber perfekte Ordnung. Zumindest aus Sicht der Natur.
Die ältesten Bewohner hier haben schon gestanden, als Kolumbus Amerika entdeckte. Manche Fichten sind älter als 500 Jahre und immer noch nicht müde. Um diesen unberührten Kern legt sich ein Ring aus naturnahen Wäldern, die zwar genutzt werden, aber trotzdem noch ziemlich wild aussehen.
70 Hektar stehen unter Schutz — damit auch in 500 Jahren noch jemand staunen kann, wie Wald aussieht, wenn er einfach Wald sein darf.