Der Böhmerwald macht's dir nicht leicht — er erstreckt sich über drei Länder und hat je nach Seite der Grenze einen anderen Namen. In Tschechien heißt er Šumava, drüben in Bayern nennt sich der gleiche Gebirgszug dann Bayerischer Wald.
120 Kilometer zieht sich der Kamm lang und fungiert dabei als natürliche Grenze zwischen Deutschland, Tschechien und Österreich. Kein Wunder, dass hier früher die Schmuggler ihr Unwesen trieben.
Mit 1456 Metern am Großen Arber ist er zwar nicht der höchste der böhmischen Mittelgebirge — das Riesengebirge und das Altvatergebirge sind ihm da eine Nasenlänge voraus. Dafür ist er aber das dritthöchste Rumpfgebirge der Böhmischen Masse. Klingt weniger spektakulär als es ist.
Was den Böhmerwald besonders macht: Er ist ein geologisches Kontinuum, das sich wenig um politische Grenzen schert. Die Natur hier kennt keine Pässe — nur endlose Wälder und sanfte Kuppen, die von einem Land ins andere fließen.