Die Bulau bei Hanau ist einer dieser Wälder, die zeigen, wie Deutschland mal ausgesehen haben muss. Sehr naturbelassen, sehr artenreich — und deshalb auch größtenteils als Naturschutzgebiet unter die Lupe genommen.
Hier findest du nicht nur alte Bäume und seltene Tiere, sondern auch ein Stück römische Geschichte. Gut erhaltene Abschnitte des Obergermanisch-Raetischen Limes ziehen sich durch den Wald. Ob der Name "Bulau" tatsächlich von "Pfahl" kommt — also dem römischen Grenzwall — darüber streiten sich die Experten bis heute.
Zwischen den Bäumen verstecken sich außerdem die Klosterruine St. Wolfgang, eine Barbarossaquelle und sogar eine historische Forstsamendarre. Die Bulau war früher ein zusammenhängendes Waldgebiet, heute ist sie aufgeteilt — aber immer noch groß genug für ordentliche Spaziergänge am Unterlauf der Kinzig.