Der Bundsø ist der größte See auf der dänischen Insel Alsen — aber das war nicht immer so geplant. Ursprünglich war er nämlich gar kein See, sondern der innere Teil eines Fjordes, den das Schmelzwasser der letzten Eiszeit geschaffen hatte.
Dann kam 1590 Herzog Hans der Jüngere und dachte sich: "Hier brauchen wir mal etwas Wassermanagement." Er baute kurzerhand die Dämme von Mjels und Broballe und trennte den Bundsø vom Fjord ab. Seitdem ist er ein echter See — einer mit 138 Hektar Wasserfläche.
Das Verrückte: Der See war zwischenzeitlich sogar komplett verlandet. Heute ist er aber wieder da und macht seinem Titel als größter See der Insel alle Ehre. Manchmal braucht es eben einen Herzog mit Weitblick, um aus einem Fjord einen See zu machen.