1959 stolperten ein paar Jungs beim Spielen über den Eingang — und machten damit eine der wichtigsten archäologischen Entdeckungen Spaniens. Die Höhlen von Nerja lagen Jahrtausende unentdeckt unter der andalusischen Erde.
Fast fünf Kilometer ziehen sich die Galerien durch den Untergrund von Málaga. Du läufst zwischen Tropfsteinen hindurch, die seit der letzten Eiszeit wachsen — Stalaktiten und Stalagmiten, so groß wie Kirchensäulen. Manche Hallen sind so gewaltig, dass hier sogar Konzerte stattfinden.
Was die Höhlen richtig spannend macht: Sie waren über 25.000 Jahre lang bewohnt. Archäologen fanden menschliche Überreste und Spuren von Bestattungsritualen unserer steinzeitlichen Vorfahren. Die prähistorischen Andalusier wussten offenbar, wo es sich gut leben lässt.
Heute stehen die Höhlen unter Denkmalschutz und gehören zum historischen Erbe Spaniens. Zu Recht — denn hier unten bekommst du einen ziemlich direkten Draht zur Vergangenheit. Ohne App, ohne Audioguide. Einfach nur du und 25.000 Jahre Geschichte.