Auf 1524 Metern Höhe am Psiloritis-Gebirge wartet eine Höhle, die Archäologen ins Schwärmen bringt. Die Kamares-Höhle hat nämlich der Wissenschaft ein ziemlich spektakuläres Geschenk gemacht: minoische Keramik vom Feinsten.
Die Scherben, die hier gefunden wurden, waren so besonders, dass sie gleich einen eigenen Namen bekommen haben — Kamares-Ware. Klingt nach Luxus-Porzellan, ist aber 4000 Jahre alt. Die schönsten Stücke kannst du heute im Archäologischen Museum in Iraklion bewundern.
Die Einheimischen nennen die Höhle übrigens Mavrospileon. Klingt geheimnisvoll, bedeutet aber schlicht "schwarze Höhle". Manchmal sind die einfachsten Namen die ehrlichsten.
Der Aufstieg ist nichts für Sofakartoffeln — aber wer schon mal in einer Höhle stehen wollte, in der vor Jahrtausenden Minoer ihre wertvollsten Keramiken versteckt haben, nimmt das gerne in Kauf.