Du stehst hier an Deutschlands nördlichstem Zipfel — sowohl geografisch als auch wassertechnisch. Der Königshafen ist nicht nur die nördlichste Bucht von Sylt, sondern gleich des ganzen Landes.
Der Name ist übrigens kein Marketing-Gag, sondern historisch korrekt. Die Bucht gehörte mal zur königlich-dänischen Enklave Listland und diente als Naturhafen. Ziemlich praktisch, wenn man bedenkt, dass hier oben nicht gerade Häfen an jeder Ecke stehen.
Bis ins 18. Jahrhundert legten hier noch Schiffe an, dann machte die Natur einen Strich durch die Rechnung. Versandung hieß das Problem — und bedeutete das Ende der Hafenzeit.
Heute ist der Königshafen eher was für Wattwanderer und Leute, die gerne sagen können, dass sie am nördlichsten Punkt Deutschlands waren. Immerhin eine nette Angeberei für die nächste Party.