Du kennst bestimmt den berühmten Abschlussdeich, der die Niederländer vor der Nordsee schützt. Aber hast du schon mal von seiner kleinen Helferin gehört?
Kornwerderzand war ursprünglich eine künstliche Arbeitsinsel — sozusagen das Basislager für eines der größten Bauprojekte der Niederlande. Ab 1927 buddelten und bauten sich die Holländer hier ein, um den gewaltigen Abschlussdeich zu errichten, der die damalige Zuiderzee von der Nordsee trennen sollte.
Fünf Jahre später war das Meisterwerk fertig: 1932 stand der Deich, und aus der wilden Zuiderzee wurde das zahme IJsselmeer. Kornwerderzand bekam ihren Namen vom friesischen Dorf Kornwerd am Ufer — eine Art Ehrenbezeugung für die Nachbarn.
Was als Baustelle anfing, ist heute ein kleines Stück niederländischer Ingenieursgeschichte. Manchmal sind die unscheinbaren Orte eben die mit den besten Geschichten.