Der Küchensee hat nichts mit Kochen zu tun — außer du willst den frisch gefangenen Fisch direkt verarbeiten. Mit seinen 180 Hektar ist er zwar der kleinste der drei Seen, die Ratzeburg umgeben, aber immerhin fast 15 Meter tief.
Seinen Namen verdankt er übrigens nicht der Haushaltsausstattung, sondern vermutlich alten deutschen Wortbedeutungen. Ursprünglich war er sogar noch größer, bis eine Kleinbahn sich in den Weg stellte. Von 1906 bis 1908 schütteten die Ratzeburger einen Damm auf, um ihre Bahn zu verlängern — und teilten dabei den See in zwei.
Die Bahn gibt's längst nicht mehr, seit 1934 ist Schluss mit lustig. Aber der Damm steht noch und verbindet heute Radfahrer und Spaziergänger mit der Dominsel. Praktisch gelöst.
Zusammen mit dem Ratzeburger See und dem Kleinen Küchensee macht er Ratzeburg zur echten Inselstadt. Drei Seen, eine Stadt — das hat was.