LandDeutschland
Die Lauseeiche steht seit 250 Jahren an derselben Stelle und hat vermutlich mehr Grenzkonflikte miterlebt als so mancher Diplomat. Ursprünglich wurde sie als lebende Grenzmarkierung zwischen drei Gemarkungen gepflanzt — praktisch, wenn man bedenkt, dass Holzpfähle irgendwann verrotten.
Seit 1936 ist sie offiziell Naturdenkmal. Heute markiert sie hauptsächlich den Kreuzungspunkt mehrerer Waldwege im Werra-Meißner-Kreis — deutlich entspannter als Grenzen ziehen.
Mit ihren zweieinhalb Jahrhunderten auf dem Buckel hat sie schon einiges gesehen. Und steht immer noch da, als wäre nichts gewesen.