23 Einwohner auf einem Felsen mitten im Watt — das ist selbst für französische Verhältnisse ziemlich überschaubar. Le Mont-Saint-Michel ist eine winzige Insel vor der Normandie-Küste, benannt nach dem Erzengel Michael. Vermutlich weil der als einziger genug Geduld für die Postadresse hatte.
Mit gerade mal 55.000 Quadratmetern ist die Insel etwa so groß wie acht Fußballfelder. Dafür ist sie unübersehbar: Der Felsen ragt mitten aus dem Wattenmeer, etwa einen Kilometer vom Festland entfernt. Bei Ebbe kannst du zu Fuß hinlaufen, bei Flut wird's nass.
Die komplette Gemeinde bringt es auf 4 Quadratkilometer — der Rest liegt am Festland. Dort, wo der Fluss Couesnon ins Meer mündet und die Normandie an die Bretagne grenzt. Das Avranchin heißt die Gegend, benannt nach der nahegelegenen Stadt Avranches.
Ziemlich beeindruckend, was 23 Menschen auf 830 Metern Umfang so alles hinbekommen.