Drei Hauptinseln, ein paar Felsen drumherum — und trotzdem ein ganzer Staat. Die Maltesischen Inseln haben es geschafft: 96 Kilometer südlich von Sizilien schwimmen sie entspannt im Mittelmeer und regieren sich seit 1964 selbst.
Malta ist die Größte der Truppe, Gozo die Gemütlichere und Comino die Winzige mit dem großen Ego. Dazwischen ein paar Felseilande, die hauptsächlich Möwen als Landebahn dienen. Zusammen bilden sie das, was Geografen das Libysche und Sizilische Meer nennen — klingt wichtiger als es ist.
295 Kilometer nördlich von Afrika, aber europäisch geprägt. Eine Inselgruppe, die nicht weiß, ob sie sich italienisch, arabisch oder britisch fühlen soll — und deshalb einfach maltesisch geworden ist.
Manchmal reichen eben 316 Quadratkilometer, um einen eigenen Staat zu gründen. Warum auch nicht?