Höhe58 m
LandDeutschland
Du stehst vor einem See, der eigentlich gar keiner ist — jedenfalls nicht von Natur aus. Der Markkleeberger See ist ein ehemaliges Tagebauloch, das sich mit Wasser vollgesaugt hat und jetzt so tut, als wäre es schon immer da gewesen.
Mit 57 oder 58 Metern Tiefe (so genau weiß das keiner) ist er der tiefste See im Leipziger Neuseenland. Deepwater-Feeling im Flachland sozusagen. Nur die Autobahn 38 trennt ihn von seinem Nachbarn, dem Störmthaler See — auch so ein Ex-Tagebau, der zum Badesee mutiert ist.
Was früher Kohle war, ist heute Freizeitvergnügen. Bergbaufolgelandschaft klingt sperrig, sieht aber ziemlich gut aus. Manchmal entstehen die besten Dinge eben aus Versehen — oder weil der Bagger weg ist.