Das Massif des Trois-Évêchés hat ein kleines Namens-Problem. Der Gipfel, der dem ganzen Bergmassiv seinen Namen gibt, ist nämlich gar nicht der höchste. Mit seinen 2818 Metern muss er sich der Tête de l'Estrop geschlagen geben — die kommt auf satte 2961 Meter.
Liegt in den provenzalischen Alpen und damit geografisch schon fast am Mittelmeer, fühlt sich aber trotzdem sehr nach echten Bergen an. Hier, wo drei Bistümer aufeinandertrafen — daher der Name "Trois-Évêchés" — kannst du heute wandern, ohne dass dich jemand segnet.
Der Name "Tête de l'Estrop" stammt übrigens aus dem Okzitanischen. Falls du dich fragst, was das ist: eine alte romanische Sprache aus Südfrankreich. Heute sprechen sie hier zwar längst Französisch, aber die Berge erinnern sich noch an die alten Zeiten.
Wer Ruhe sucht und keine Lust auf Alpen-Mainstream hat, ist hier goldrichtig. Das Département Alpes-de-Haute-Provence ist nicht gerade überlaufen — was den Bergen nur recht sein kann.