Venedig ist schön und gut, aber Murano macht die echte Kunst. Diese kleine Inselgruppe nordöstlich der Altstadt hat seit Jahrhunderten das Monopol auf eine Sache: Glas, das so schön ist, dass es weh tut.
Hier blasen Meister seit Generationen flüssiges Feuer zu Kunstwerken, die in Museen gehören. Oder in deine Wohnung, wenn du bereit bist, dafür den Gegenwert eines Kleinwagens hinzublättern. Die Glasmacher-Familien hüten ihre Geheimnisse wie Staatsgeheimnisse – und das nicht ohne Grund.
Zwischen den Werkstätten und Showrooms bleibt noch Zeit für einen Espresso mit Blick aufs Wasser. Ein paar Fischerboote dümpeln noch im Hafen, aber seien wir ehrlich: Heute leben hier alle vom Tourismus. Und von der Tatsache, dass jeder Venedig-Besucher mindestens eine Murano-Vase mit nach Hause schleppen will.
Deutlich entspannter als das Gewusel am Markusplatz, aber genauso venezianisch. Nur mit mehr Feuer und weniger Tauben.