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Nördliche Kalkalpen
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Nördliche Kalkalpen

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Die Nördlichen Kalkalpen sind geologisch gesehen echte Weltenbummler. Entstanden sind sie am südöstlichen Rand Eurasiens, aber das war ihnen wohl zu langweilig — also machten sie sich auf den Weg und rutschten einfach mal 500 Kilometer weit bis nach Wien.

Du findest sie heute zwischen Alpenrheintal und der österreichischen Hauptstadt, wo sie sich gemütlich 20 bis 50 Kilometer breit gemacht haben. Das Besondere: Sie bestehen hauptsächlich aus marinen Sedimentgesteinen, die sich über Millionen von Jahren am Meeresgrund abgelagert haben. Wer hätte gedacht, dass Berge mal Meeresboden waren?

Der Umzug war übrigens alles andere als spontan. Schon ab dem Oberjura begann sich die Sedimenthaut von ihrer Unterlage zu lösen und glitt gemächlich auf jüngere Sedimente. Ein geologischer Zeitlupen-Roadtrip, der bis ins Paläogen anhielt.

Zwischen ihnen und den Zentralalpen liegt noch die Grauwackenzone — quasi der geologische Pufferstreifen. Die Nördlichen Kalkalpen beweisen: Manchmal muss man einfach mal den Standort wechseln.

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