Du stehst hier vor Finnlands heimlichem Höhenkönig — zumindest wenn wir bei den Fakten bleiben. Der Ridnitšohkka bringt es auf 1317 Meter und ist damit der zweithöchste Berg des Landes. Aber Moment mal: Er ist gleichzeitig der höchste Berg, dessen Gipfel komplett auf finnischem Boden steht.
Klingt verwirrend? Ist es auch ein bisschen. Der offizielle Spitzenreiter Halti macht nämlich Grenzhopping mit Norwegen — der Ridnitšohkka bleibt schön zu Hause in Enontekiö.
Die Gegend hier oben sieht aus, als hätte die Eiszeit erst gestern ihre Koffer gepackt. Periglaziale Aktivität nennen das die Geologen — du siehst einfach eine Landschaft, die ziemlich beeindruckend wild und zerklüftet daherkommt. Enontekiö ist übrigens die einzige finnische Gemeinde, die einen Zipfel vom Skandinavischen Gebirge abbekommen hat. Glück gehabt.