Du findest sie zwischen Burano und Sant'Erasmo – eine winzige Insel, die gerade mal so groß ist wie fünf Fußballfelder. San Francesco del Deserto macht ihrem Namen alle Ehre: Hier ist wirklich nicht viel los.
Die Römer lebten hier mal, bis um 650 alle die Segel strichen. Vermutlich hatten sie genug vom Insel-Alltag. Im 13. Jahrhundert kamen dann wieder Leute auf die Idee, dass so ein abgelegener Fleck genau das Richtige für ein Kloster wäre.
Der heilige Franz von Assisi soll hier vorbeigekommen sein – zumindest erzählt man sich das gerne. Ob's stimmt? Wer weiß. Aber die Geschichte reichte jedenfalls, um ein ganzes Kloster darauf zu gründen.
Heute ist die 3,7 Hektar kleine Insel ein Ort für alle, die in der venezianischen Lagune mal richtig Ruhe haben wollen. Während in Venedig die Touristenmassen durch die Gassen schieben, ticken hier die Uhren deutlich langsamer. Manchmal ist weniger eben doch mehr.