Eine 5000 Jahre alte Familiengruft mitten im Baskenland — klingt erstmal nicht nach dem typischen Höhlen-Erlebnis. Aber genau das macht San Juan ante Portam Lateinam so faszinierend.
Die kleine Halbhöhle bei Laguardia wurde erst 1985 richtig unter die Lupe genommen. Was die Archäologen dann fanden, ließ sie ziemlich sprachlos zurück: ein Massengrab aus der Jungsteinzeit. Nicht gerade das, womit man rechnet, wenn man mal eben eine unscheinbare Höhle ausbuddelt.
Der Fund machte international Schlagzeilen in Fachkreisen. Klar, denn 5000 Jahre alte Gräber findet man nicht jeden Tag. Und schon gar nicht so gut erhalten im Baskenland.
Der Name ist übrigens Latein und bedeutet "Sankt Johannes vor dem Lateinischen Tor" — ziemlich pompös für eine kleine Halbhöhle. Aber wenn man bedenkt, was hier alles passiert ist, passt es irgendwie.