Der Saulakopf macht seinem Namen alle Ehre — mit seinen 2517 Metern thront er ziemlich massig am westlichen Ende des Rellstals. Während andere Gipfel mit Drama und Pathos um Aufmerksamkeit buhlen, regiert er einfach durch pure Präsenz.
Seine Ostwand ragt über 400 Meter in die Höhe und sorgt für ordentlich geografische Dominanz. Nach Süden zeigt er seine schroffe Seite, während im Westen ein zackiger Grat zum kleineren Bruder Saulaköpfli führt — der mit 2498 Metern auch nicht gerade bescheiden ist.
Das Schöne am Saulakopf: Du musst kein Extremkletterer sein, um ihn zu bezwingen. Die Nordflanke gibt sich mit maximal 35 Grad Neigung zivilisiert und macht ihn zu einem beliebten Ausflugsziel in der Zimbagruppe des Rätikonas.
Wann genau im 19. Jahrhundert jemand als Erster oben war? Keine Ahnung. Manchmal ist ein Berg eben einfach zu unkompliziert für dramatische Erstbesteigungsgeschichten.