Du stehst hier auf dem höchsten Punkt des Aubrac — und das merkst du sofort. 1469 Meter Signal de Mailhebiau, der heimliche Chef einer Landschaft, die sich nicht gerne in Szene setzt.
Der Berg macht genau das, was sein Name verspricht: Er signalisiert. Von hier oben siehst du, wo Aveyron auf Lozère trifft — zwei Départements, die sich an diesem Höhenzug die Hand reichen. Oder sich streiten, wer weiß das schon.
Zu deinen Füßen entspringen Bès und Doulou, zwei Flüsse, die von hier aus ihre Reise beginnen. Klein und unscheinbar zwar, aber immerhin haben sie den besten Startplatz der ganzen Gegend erwischt.
Das Aubrac ist nicht gerade das, was man laut nennt — eher so der introvertierte Typ unter den französischen Landschaften. Umso schöner, dass der Signal de Mailhebiau wenigstens einmal deutlich macht, wo es langgeht.