Du findest hier oben bei Ischgl einen herzförmigen See, der eigentlich ein Millionen-Euro-Projekt für perfekte Skipisten ist. 4,5 Millionen hat der Speicherteich Viderböden gekostet — und wurde in nur drei Monaten aus dem Boden gestampft.
Romantisch ist anders. Der See dient hauptsächlich dazu, die Pisten der Silvretta Arena mit Kunstschnee zu versorgen. 52.000 Kubikmeter Wasser passen rein, sauber abgedichtet mit Teichfolie und Geröllschutz.
Eigentlich sollte es den See gar nicht geben. Sein Vorgänger, der Speichersee Idalp, musste 2017 dichtmachen — Erdrutschgefahr. Die Behörden zogen die Notbremse, und plötzlich brauchte Ischgl schnell Ersatz.
Also suchten sie sich einen Platz möglichst nah am alten Standort, damit die ganzen Leitungen nicht komplett neu verlegt werden mussten. Clever gedacht, schnell gebaut. Denn im Hochgebirge hast du nur wenige Monate ohne Schnee für so ein Projekt.