Du wanderst durch die Obwaldner Bergwelt und stolperst über ein Loch mit einem Namen, der klingt wie ein Niesen im Dialekt. Das Stäubiloch hat allerdings mehr zu bieten als nur seinen charmanten Namen.
Hier versteckte sich mal eine kleine Turbinenanlage, die das Hotel Reinhard auf Melchsee-Frutt mit Strom versorgte. Eine ziemlich clevere Lösung für die Zeit vor 1954, als man noch nicht einfach mal eben ein Kabel den Berg hochziehen konnte. Die Wasserkraft aus dem Berg heraus zu nutzen — das hatte was.
Heute ist die Anlage Geschichte, aber das Loch bleibt. Du findest hier oben auf knapp 2000 Metern eine kleine Zeitreise in die Schweizer Ingenieurskunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Melchsee-Frutt drum herum ist übrigens ein Wanderparadies — falls du nach dem Höhlenbesuch noch Energie übrig hast.