Aus einem Steinbruch wird ein See — so macht die Natur aus Industrie wieder Natur. Der Steinbruch Sparmann in Kamenz hat seine Schaufeln gegen Taucher getauscht und sich dabei richtig was vorgenommen: Mit siebzig Metern Tiefe ist er der zweittiefste See in ganz Sachsen.
Das Wasser füllt heute eine Grube, die mal Granit hergegeben hat. Rundherum ragen die Felswände noch etwa zehn Meter hoch — ein steinernes Amphitheater für Wassersportler. 200 mal 170 Meter Wasserfläche, das klingt erstmal überschaubar.
Aber unter der Oberfläche wird's interessant. Die Tiefe macht den See zu einem Top-Spot für Taucher, die hier in klarem Wasser ihre Runden drehen. Während oben die Sonne auf die Felsen knallt, herrscht unten ewige Dämmerung. Ein Ort, wo Industriegeschichte und Freizeitspaß aufeinandertreffen — und dabei erstaunlich gut harmonieren.