Ein See mit Arbeitsvergangenheit mitten in Hamburg-Billstedt. Der Steinfurths Diek verdankt sein Dasein der Glinder Au, die hier schon seit dem 16. Jahrhundert aufgestaut wird.
Der Name klingt erstmal kryptisch, hat aber eine simple Erklärung: Hier gab es mal eine steinerne Furt — also eine seichte Stelle, wo man durch den Bach waten konnte. Die lag auf einer Erhebung, die auf Plattdeutsch "Diek" heißt.
Fast 400 Jahre lang sorgte eine Mühle am Ufer für Betrieb. Erst wurden Gerb- und Farbstoffe hergestellt, dann kaufte ein Engländer den Laden und produzierte bis zum Ersten Weltkrieg Medikamente. Danach war Schluss — sein Nachfolger verhökerte die Maschinen und ließ das Wasser einfach so vor sich hin plätschern.
Heute fließt der kleine See gemütlich über ein Stauwehr in Richtung Steinbeker Mühlenteich ab. Ohne Stress, ohne Industrie. Manchmal ist Rente eben doch ganz entspannt.