Du denkst bei Berlin-Seen eher an Wannsee oder Müggelsee? Der Stößensee macht sich da ganz entspannt breit zwischen Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf — und das schon seit dem 19. Jahrhundert als Berliner Lieblings-Ausflugsziel.
Eigentlich ist er nur eine clevere Ausbuchtung der Havel, aber was für eine: 1100 Meter lang, 350 Meter breit, und am Rupenhorn türmt sich das bewaldete Ufer mal eben 35 Meter zum Grunewald hoch. Ziemlich beeindruckend für einen See, der offiziell gar keiner ist.
Drumherum tummeln sich Yacht- und Ruderclubs, Segelvereine und Ausflugslokale — als hätte jemand beschlossen, hier das entspannteste Wassersport-Sammelsurium Berlins zu installieren. Zwischen Pichelswerder und Grunewald liegt er da und lässt die Stadt um sich herum toben, während er seine Boote schaukelt.