270 Meter in die Tiefe — da wird dir beim Blick in den Schlund von Su Sterru schon mal schwindelig. Die Karsthöhle auf Sardiniens Hochebene Su Golgo ist eine der tiefsten Grotten der Insel und macht ihrem Namen alle Ehre: "Su Sterru" bedeutet nämlich "der Abgrund" auf Sardisch.
Hier oben bei Baunei, wo die Landschaft schon ziemlich spektakulär ist, hat die Natur noch eine Schippe draufgelegt. Die Voragine del Golgo — so heißt das Loch offiziell — ist ein perfektes Beispiel dafür, was Wasser und Zeit mit Kalkstein so anstellen können.
Du stehst am Rand und fragst dich unweigerlich: Wie weit geht das noch runter? Die Antwort: ziemlich weit. Weit genug, dass du definitiv nicht reinspringen möchtest. Aber hinschauen — das solltest du auf jeden Fall.