120 Meter hoch und trotzdem der zweitgrößte Berg Berlins — der Teufelsberg ist halt ein echter Großstädter. Entstanden ist er aus Trümmerschutt, den die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg hier aufschüttete. Recycling auf Berliner Art.
Oben drauf bauten die Amerikaner ihre Abhörstation mit den markanten weißen Kuppeln. Von hier aus lauschten sie jahrzehntelang dem Ostblock. Heute verfallen die Gebäude vor sich hin, aber das macht sie irgendwie noch interessanter.
Das Dach des Hauptgebäudes ist zur Aussichtsplattform mutiert. Du schaust über den Grunewald und ganz Berlin — nicht schlecht für einen künstlichen Berg aus Bauschutt. Ein Teil der Anlage dient mittlerweile als Street Art Gallery. Graffiti zwischen alten Spionage-Geräten, das hat was.
Seit 2018 steht der ganze Berg unter Denkmalschutz. Geschichte zum Anfassen: erst Trümmerberg, dann Spionage-Zentrale, jetzt verfallende Attraktion mit Weitblick.