Du läufst durch Londons Hyde Park und plötzlich liegt da ein See vor dir — mitten in der Stadt. The Serpentine heißt er, was schon mal ziemlich cool klingt für einen künstlichen Teich.
Königin Caroline hatte 1730 offenbar genug von dem kleinen Flüsschen Westbourne, das da so vor sich hin plätscherte. Also ließ sie es kurzerhand aufstauen. Voilà: 11 Hektar Wasserfläche, wo vorher nur ein Bach war.
Der See macht sich nicht nur im Hyde Park breit, sondern grätscht auch noch rüber in die Kensington Gardens. Die Grenze verläuft praktischerweise genau durch die Mitte — getrennt von einer Brücke, über die der West Carriage Drive führt.
Heute paddelst du hier zwischen Schwänen rum oder leihst dir ein Tretboot, während um dich herum eine Acht-Millionen-Stadt tobt. Nicht schlecht für einen königlichen Einfall aus dem 18. Jahrhundert.