Der Traweng thront mit 1981 Metern am Nordrand der Tauplitzalm und zeigt dir gleich mehrere Gesichter. Nach Norden baut er eine imposante Felswand auf, die steil ins Langkar abstürzt — nach Süden wird er dagegen ganz handzahm und präsentiert sich als schrofige Flanke zur Alm hinunter.
Sein Name verrät schon, wofür er ursprünglich da war: "Tra" bedeutet für Vieh betretbarer Grund, "Weng" steht für natürliche Grasfläche. Kuhweide mit Aussicht sozusagen.
Der Berg ist kein Einzelgänger, sondern bildet einen mehrgipfeligen Kamm im Toten Gebirge. Über das Steirertor ist er mit dem Sturzhahn verbunden — ein Name, der deutlich dramatischer klingt als das, was dich erwartet. Am Gipfel wartet das obligatorische Kreuz auf dich.
Westlich fällt der Traweng zum Öderntörl ab, was klingt, als hätte jemand beim Namensgeben einen schlechten Tag gehabt. Ist aber trotzdem ein solider Berg in der steirischen Bergwelt.