Die Tschingelhörner sind nicht nur ein Berg, sondern gleich eine ganze Kette von Gipfeln. Als hätte sich die Schweiz gedacht: Warum bescheiden, wenn's auch pompös geht?
Geologisch gesehen sind die Spitzen ziemlich spektakulär aufgebaut. Der Gipfel besteht aus uralten Verrucano-Gesteinen aus der Perm-Zeit – das ist so etwa 250 Millionen Jahre her. Damals gab's noch keine Alpen, aber die Natur hat schon mal fleißig Material gesammelt.
Bei der Alpen-Entstehung wurde dann richtig randaliert: Die Verrucano-Decke schob sich über den jüngeren Quintenkalk und türmte sich zu den heutigen Gipfeln auf. Du kannst diese geologische Baugeschichte noch heute sehen – die verschiedenen Gesteinsschichten erzählen ihre Story direkt an der Bergflanke.
Die Tschingelhörner teilen sich übrigens ihre Bau-DNA mit den Nachbarn Piz Segnas und den Ofen. Alle drei haben denselben steinigen Stammbaum und stehen wie eine geologische Geschwister-WG nebeneinander.