Du kennst ihn vielleicht nicht beim Namen, aber der Watles macht sich trotzdem ganz gut in der Sesvennagruppe im oberen Vinschgau. Ein Berg, der genau dort steht, wo er hingehört — zwischen dem Schlinigtal im Süden und Zerz im Norden.
Was ihm fehlt an Bekanntheit, macht er mit seiner Lage wett. Südöstlich unter seinem Gipfel liegen der Große und Kleine Pfaffensee — zwei Bergseen, die klingen, als hätte sie ein Pfarrer höchstpersönlich gesegnet. Grande e Piccolo Lago del Prete auf Italienisch, falls du beim nächsten Smalltalk punkten willst.
Der Watles ist kein Angeber-Berg, sondern einer von der ruhigeren Sorte. Während seine Nachbarn in der Sesvennagruppe um Aufmerksamkeit buhlen, steht er einfach da und macht seinen Job. Manchmal ist das ja auch ganz erfrischend.