Die Weißplatte ist so etwas wie der scheue Nachbar der bekannteren Scheienfluh im Rätikon. Während alle zur Scheienfluh pilgern, bleibt sie meist allein — was dir in die Karten spielt, wenn du Ruhe suchst.
Mit 2630 Metern (oder 2628, je nachdem, wen du fragst) thront sie direkt auf der österreichisch-schweizerischen Grenze. Die Österreicher und Schweizer können sich nicht mal bei der Höhe einigen — typisch Grenzberg eben.
Von Norden kommst du über relativ zahme, plattige Wände hoch. Klingt harmlos, ist es auch. Von Westen wird's dagegen richtig wild: steile Wände und tiefe Schluchten, die nur was für Kletterer sind. Schon die Jäger im 19. Jahrhundert wussten, wo's langgeht — sie nahmen den einfachen Weg von Nordosten.
Falls du Lust auf einen Berg hast, den nicht jeder kennt: Die Weißplatte wartet auf dich. Ohne Touristenmassen, dafür mit ordentlicher Aussicht ins Rätikon.