Du kennst den Namen nicht? Kein Wunder. Der Yliki-See macht sein Ding ziemlich unspektakulär in Böotien, nördlich von Thiva. 19,1 Quadratkilometer Wasserfläche mit sehr steilen Ufern — da kommst du nicht mal eben schnell zum Planschen ran.
Seit 1958 hat der See einen ziemlich wichtigen Job: Er versorgt Athen mit Trinkwasser. Kein schlechter Karrieresprung für einen natürlichen See. Gespeist wird er unter anderem vom benachbarten Kopaïs-See — oder besser gesagt: wurde. Denn den Kopaïs gibt's nicht mehr.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der nämlich trockengelegt. Das hatte einen unerwarteten Nebeneffekt: Der Yliki-See stieg daraufhin um satte 35 Meter an. So viel Wasser muss ja irgendwo hin. Heute liegt er auf 35 Metern Höhe und macht weiterhin das, was er am besten kann: Athen mit Wasser beliefern und ansonsten die Ruhe bewahren.