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Der Ritten ist das Hochplateau nördlich von Bozen, ein Bergrücken der Sarntaler Alpen zwischen Sarntal, Eisacktal und dem Bozner Talkessel, überragt vom Rittner Horn. Auf 800 bis 1300 Metern gelegen, gilt er als Sonnenterrasse der Stadt Bozen und bietet Dolomitenblick inklusive. Schon in vorchristli...

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Im Sommer bietet der Ritten eine klimatisch angenehme Flucht aus dem stickigen Bozner Talkessel, doch auch zu anderen Ja...

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Impressionen

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Im Sommer bietet der Ritten eine klimatisch angenehme Flucht aus dem stickigen Bozner Talkessel, doch auch zu anderen Jahreszeiten lohnt sich eine Fahrt aufs Plateau. Im Winter wird das Rittner Horn zum nächstgelegenen Skigebiet ab Bozen und macht die Reg

Geschichte

Der Ritten war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt. Während der Völkerwanderung am Übergang von der Antike zum Mittelalter mieden die Menschen den Bozner Talkessel wegen seiner Malaria-Sümpfe und Hochwasser und zogen sich stattdessen auf Anhöhen wie den Ritten zurück, wo man bis heute etliche Relikte aus der Vorzeit gefunden hat. Viele Kirchen der Region scheinen auf alten Kultplätzen zu stehen, was auf eine lange, ununterbrochene Besiedlungsgeschichte hindeutet. Ab dem 7. Jahrhundert geriet die Region unter den Einfluss germanischer Völker, insbesondere der Bajuwaren, und die deutsche Sprache setzte sich in dieser Zeit durch. Der Ritten gehörte damit zu jenen Höhenlagen, die schon lange vor der dichten Besiedlung des Bozner Talkessels bewohnt waren. Verwaltungstechnisch bildet der Bergrücken heute die eigenständige Gemeinde Ritten. Kulturell ist die Verbindung zur Bozner Geschichte eng: In den Dörfern des Ritten wird an so manchem Stammtisch bis heute der Geist des Volkshelden Andreas Hofer beschworen, ein Zeichen des traditionsbewussten Südtiroler Selbstverständnisses. Die touristische Erschließung des Plateaus begann mit dem Bau von Seilbahnverbindungen aus Bozen, die den Ritten zur bequem erreichbaren Sonnenterrasse der Stadt machten. Mit der Rittner Schmalspurbahn entstand zudem eine der ältesten elektrischen Nostalgiebahnen der Region, die bis heute zwischen Maria Himmelfahrt und Klobenstein verkehrt.

Kultur

Kunst

Auf dem Gebiet der Gemeinde Ritten (Renon) liegt, wenn auch näher bei Bozen, Schloss Runkelstein mit seinen einzigartigen Fresken, die ein buntes mittelalterliches Adels- und Alltagsleben zeigen und als eine der bedeutendsten profanen Freskensammlungen des Mittelalters gelten. In der Burgschänke des Schlosses lässt sich das Ambiente ritterlicher Zeiten bei Tiroler Schmankerln nacherleben. In Oberbozen, dem Dorf an der Bergstation der Rittner Seilbahn, prägt die Kirche Maria Himmelfahrt das Ortsbild, von der aus viele Besucher zu den nahegelegenen Erdpyramiden hinabwandern. Kulturell lebendig bleibt der Ritten auch durch das bewahrte Traditionsbewusstsein seiner Dörfer, etwa durch die bis heute gepflegte Erinnerung an Andreas Hofer.

Musik

Geburtsland der Oper: Verdi, Puccini, Rossini, Vivaldi und Paganini. Bühnen wie die Mailänder Scala und die Arena di Verona sind weltberühmt. Im Pop und Cantautorato Eros Ramazzotti, Laura Pausini, Andrea Bocelli und Måneskin. Das Sanremo-Festival ist die wichtigste Musikveranstaltung des Landes. Volksmusik wie die Tarantella prägt den Süden.

Brauchtum & Traditionen

Tief verwurzelte Bräuche: Karneval von Venedig mit Masken, Palio di Siena (Pferderennen), Ostern und Heiligenfeste (sagre) in jedem Ort, Befana zu Dreikönig, Ferragosto im August. Familie, lange gemeinsame Mahlzeiten, der abendliche Spaziergang (passeggiata) und die Espresso-Kultur an der Theke gehören zum Alltag. Regionale Identitäten sind stark.

Natur

Der Ritten ist ein Hochplateau der Sarntaler Alpen zwischen Sarntal, Eisacktal und Bozner Talkessel, auf 800 bis 1300 Metern Höhe gelegen und im Norden vom Rittner Horn überragt. Die berühmten Erdpyramiden bei Klobenstein gelten als spektakulärer als jene in Oberbozen oder in Jenesien und lassen sich auch von der Fennpromenade aus der Ferne betrachten, einem ebenen Rundweg durch kühlen Wald mit Blick auf die Felsspitzen der Dolomiten. Weitere Ausflugsziele sind der Wolfsgrubener See und das Rittner Horn auf 2260 Metern, das im Winter als nächstgelegenes Skigebiet ab Bozen dient und auch von Genusswanderern und Bergsteigern geschätzt wird. Über 300 Kilometer Wanderwege durchziehen das Plateau, das für Bozner wie Besucher eine willkommene, klimatisch angenehme Fluchtmöglichkeit aus dem sommerlich stickigen Talkessel bildet - Dolomitenblick inklusive.

Natur-Highlights

Verkehr

Die Rittner Seilbahn verbindet den Bozner Bahnhof in kürzester Zeit mit dem rund 1200 Meter hoch gelegenen Plateau und ist, wie auch die Rittner Bahn, Teil des Südtiroler Verkehrsverbunds - sie wird daher wie ein Stadtbus genutzt. Ab Oberbozen fährt die nostalgische, elektrische Rittner Schmalspurbahn gemächlich weiter nach Klobenstein, eine Strecke von 6,8 Kilometern, die etwa 20 Minuten dauert. Zum Rittner Horn gelangst du über Rittner Seilbahn, Rittner Schmalspurbahn und die Buslinie 166 ab Klobenstein/Parkplatz Kaiserau, von dort führt eine weitere Bergbahn auf über 2000 Meter Höhe. Aufgrund der oft größeren Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten auf dem Plateau lohnt sich vor Ort ein Ausflug mit dem Auto, alternativ bietet der Ritten mittlerweile auch ein reiches Angebot an Unterkünften direkt vor Ort.

Auto-Hinweise

Rechtsverkehr. Mautpflichtige Autobahnen (autostrada, Ticket ziehen und beim Verlassen zahlen oder Telepass). Tempolimits: 130 km/h Autobahn, 90–110 Landstraße, 50 innerorts. In vielen Altstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL) — Einfahrt nur mit Genehmigung, sonst hohe Bußgelder per Kamera. Tagfahrlicht auf Schnellstraßen Pflicht. Blutalkoholgrenze 0,5 ‰ (0,0 für Fahranfänger).

Genuss & Küche

In der Burgschänke von Schloss Runkelstein kannst du dich während der Besuchszeiten ritterlich an Tiroler Schmankerln stärken, umgeben vom Gewölbe der alten Burg. In Oberbozen, wenige Minuten von der Seilbahnstation entfernt, lohnt sich ein Besuch im Restaurant Am Gleis: Hier gibt es hervorragende, kreativ zubereitete Gerichte, und von der Terrasse blickst du dabei gratis auf die Dolomiten. Das Restaurant eignet sich sowohl als Stärkung vor einer Ritten-Erkundung als auch als kulinarische Verschnaufpause danach. Geöffnet ist es täglich außer mittwochs von 12 bis 14 und von 19 bis 21 Uhr.

Signature-Drinks

Bedeutendes Weinland: Chianti und Brunello (Toskana), Barolo und Barbaresco (Piemont), Prosecco (Veneto), Amarone, Nero d'Avola (Sizilien). Aperitivo-Kultur mit Aperol Spritz, Negroni und Campari. Espresso, Limoncello (Amalfi), Grappa und Amaro als Digestif. Mineralwasser (San Pellegrino) am Tisch üblich.

Shopping

Mode und Design weltweit führend: Mailand als Modehauptstadt (Prada, Armani, Gucci, Versace), Leder und Schuhe (Florenz), Glas aus Murano (Venedig), Keramik (Deruta, Vietri), Trüffel und Olivenöl, Designmöbel. Einkaufsadressen: Quadrilatero della Moda Mailand, Via dei Condotti Rom, Ponte Vecchio Florenz.

Klima

Überwiegend mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern, besonders im Süden und an den Küsten. Die Poebene im Norden ist kontinentaler mit feuchten, teils schwülen Sommern und kühlen, nebligen Wintern. Die Alpen und Apenninen bringen alpines Klima mit Schnee im Winter. Süditalien und die Inseln (Sizilien, Sardinien) sind besonders sonnenreich und heiß.

Praktisches

Steckdose
Typ C Typ F Typ L
Spannung
230V / 50Hz
Leitungswasser
Trinkbar
Vorwahl
+39

Notrufnummern

Visum / Einreise
Schengen-Mitglied. EU/EFTA-Bürger reisen visumfrei mit Personalausweis ein. Drittstaaten ggf. Schengen-Visum.
Trinkgeld
Service oft über „coperto" (Gedeckkosten) abgegolten. Trinkgeld ist optional: in Restaurants ein paar Euro oder kleine Aufrundung bei gutem Service. In Bars Kleingeld liegen lassen. Kein Zwang wie in den USA.

Veranstaltungen