Sardinien ist die zweitgrößte Insel des Mittelmeers — und eine der eigenständigsten. Die Sarden sprechen eine eigene Sprache, haben eine eigene Küche und eine eigene Zivilisation: die Nuragher, die vor 3.500 Jahren rätselhafte Steinturmburgen über die ganze Insel bauten. Dazu: türkisblaues Wasser, d...
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Einreise
Schengen-Raum. Für EU/EFTA-Bürger genügt der Personalausweis. Drittstaaten: Schengen-Visum prüfen. Keine Impfpflicht.
Beste Reisezeit
Mai–Juni und September: warm, keine Überfüllung. Im Juli/August: Massentourismus an der Costa Smeralda.
Impressionen
Sardinia
Rom
Hauptstadt
Waehrung
Euro (EUR)
Landeswaehrung
Natur
Berge, Seen & mehr
0 Naturhighlights in der Datenbank
Sprache
Italienisch
Amtssprache
Zeitzone
CET/CEST (UTC+1/+2)
Beste Reisezeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Mai–Juni und September: warm, keine Überfüllung. Im Juli/August: Massentourismus an der Costa Smeralda.
Geschichte
Die Nuragher-Kultur (ca. 1800–500 v. Chr.) ist Sardiniens Alleinstellungsmerkmal — über 7.000 nuragische Turmburgen bedecken die Insel, viele noch immer rätselhaft in ihrer Funktion. Danach folgten Phönizier, Römer, Vandalen, Byzantiner, Araber, Pisaner, Spanier und schließlich 1720 Piemont-Sardinien, das den Kern des späteren Königreichs Italien bildete.
Kultur
Kunst
Su Nuraxi di Barumini (UNESCO) ist der am besten erhaltene nuragische Komplex — ein Pflichtbesuch. In Cagliari das Museo Nazionale Archeologico mit der größten Nuragher-Sammlung. Die romanisch-pisanischen Kirchen (San Gavino in Porto Torres, Santa Giusta) sind künstlerische Zeugnisse der pisanischen Herrschaft.
Musik
Geburtsland der Oper: Verdi, Puccini, Rossini, Vivaldi und Paganini. Bühnen wie die Mailänder Scala und die Arena di Verona sind weltberühmt. Im Pop und Cantautorato Eros Ramazzotti, Laura Pausini, Andrea Bocelli und Måneskin. Das Sanremo-Festival ist die wichtigste Musikveranstaltung des Landes. Volksmusik wie die Tarantella prägt den Süden.
Brauchtum & Traditionen
Tief verwurzelte Bräuche: Karneval von Venedig mit Masken, Palio di Siena (Pferderennen), Ostern und Heiligenfeste (sagre) in jedem Ort, Befana zu Dreikönig, Ferragosto im August. Familie, lange gemeinsame Mahlzeiten, der abendliche Spaziergang (passeggiata) und die Espresso-Kultur an der Theke gehören zum Alltag. Regionale Identitäten sind stark.
Natur
Die Costa Smeralda im Norden ist berühmt und entsprechend belebt. Aber Sardinien hat viel mehr: die wilde Küste der Sulcis im Südwesten, die einsamen Strände im Süden bei Chia und Villasimius, die Gennargentu-Gebirge im Inneren mit Wildschweinen und Mufflons.
Flughäfen Cagliari, Olbia und Alghero mit Verbindungen aus Deutschland. Mietwagen fast unerlässlich, da Bus- und Bahnnetz sehr dünn. Die Trenino Verde (historische Schmalspurbahn) fährt durch die Bergwelt des Inneren — eine einmalige touristische Attraktion.
Auto-Hinweise
Rechtsverkehr. Mautpflichtige Autobahnen (autostrada, Ticket ziehen und beim Verlassen zahlen oder Telepass). Tempolimits: 130 km/h Autobahn, 90–110 Landstraße, 50 innerorts. In vielen Altstädten gelten verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL) — Einfahrt nur mit Genehmigung, sonst hohe Bußgelder per Kamera. Tagfahrlicht auf Schnellstraßen Pflicht. Blutalkoholgrenze 0,5 ‰ (0,0 für Fahranfänger).
Genuss & Küche
Sardinien hat eine der eigenständigsten Küchen Italiens: Porceddu (Spanferkel am Spieß), Pecorino Sardo, Bottarga (gepresster Meeräschenrogen), Culurgiones (gefüllte Nudelrauten aus dem Ogliastra), Pane carasau (knusprig-dünne Fladenbrote) und Cannonau-Wein (einer der besten Rotweine Italiens).
Signature-Drinks
Bedeutendes Weinland: Chianti und Brunello (Toskana), Barolo und Barbaresco (Piemont), Prosecco (Veneto), Amarone, Nero d'Avola (Sizilien). Aperitivo-Kultur mit Aperol Spritz, Negroni und Campari. Espresso, Limoncello (Amalfi), Grappa und Amaro als Digestif. Mineralwasser (San Pellegrino) am Tisch üblich.
Shopping
Mode und Design weltweit führend: Mailand als Modehauptstadt (Prada, Armani, Gucci, Versace), Leder und Schuhe (Florenz), Glas aus Murano (Venedig), Keramik (Deruta, Vietri), Trüffel und Olivenöl, Designmöbel. Einkaufsadressen: Quadrilatero della Moda Mailand, Via dei Condotti Rom, Ponte Vecchio Florenz.
Klima
Überwiegend mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern, besonders im Süden und an den Küsten. Die Poebene im Norden ist kontinentaler mit feuchten, teils schwülen Sommern und kühlen, nebligen Wintern. Die Alpen und Apenninen bringen alpines Klima mit Schnee im Winter. Süditalien und die Inseln (Sizilien, Sardinien) sind besonders sonnenreich und heiß.
Schengen-Mitglied. EU/EFTA-Bürger reisen visumfrei mit Personalausweis ein. Drittstaaten ggf. Schengen-Visum.
Trinkgeld
Service oft über „coperto" (Gedeckkosten) abgegolten. Trinkgeld ist optional: in Restaurants ein paar Euro oder kleine Aufrundung bei gutem Service. In Bars Kleingeld liegen lassen. Kein Zwang wie in den USA.