EFTA/EEA und Schengen-Raum (nicht EU). Für EU/EFTA-Bürger genügt der Personalausweis. Drittstaaten: Schengen-Visum prüfe...
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Beste Reisezeit
Juni–August (Mitternachtssonne, Hochland offen, mildes Wetter), September–März für Nordlichter. Wetter ganzjährig sehr w...
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Impressionen
Akranes
Reykjavík
Hauptstadt
Waehrung
Isländische Krone (ISK)
Landeswaehrung
Natur
Sehenswürdigkeiten, Kultur & mehr
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Sprache
Isländisch
Amtssprache
Zeitzone
GMT (UTC+0, ganzjährig)
Beste Reisezeit
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Dez
Juni–August (Mitternachtssonne, Hochland offen, mildes Wetter), September–März für Nordlichter. Wetter ganzjährig sehr wechselhaft.
Geschichte
Island wurde im 9. Jahrhundert von norwegischen Wikingern und keltischen Siedlern besiedelt. 930 entstand mit dem Althing eines der ältesten Parlamente der Welt. Nach Jahrhunderten unter norwegischer und dänischer Herrschaft erlangte Island 1918 die Souveränität in Personalunion mit Dänemark und wurde am 17. Juni 1944 unabhängige Republik. Trotz Abgeschiedenheit war es durch Fischfang und später Geothermie wirtschaftlich erfolgreich. Die Finanzkrise 2008 traf das Land hart, doch es erholte sich rasch, getragen von Tourismus und erneuerbaren Energien. Mitglied von EFTA und EWR, aber nicht der EU.
Kultur
Kunst
Trotz kleiner Bevölkerung lebendige Kunstszene. Der Maler Jóhannes Kjarval prägte die isländische Landschaftsmalerei. International bekannt ist die Künstlerin Ragnar Kjartansson. In Reykjavík prägen das Wahrzeichen Hallgrímskirkja und das Konzerthaus Harpa mit seiner Glasfassade das Stadtbild. Die Literatur reicht von den mittelalterlichen Sagas und Eddas — Weltliteratur des Nordens — bis zum Nobelpreisträger Halldór Laxness.
Musik
Für seine Größe musikalisch außergewöhnlich produktiv: Björk und die Band Sigur Rós erlangten Weltruhm mit atmosphärischem, von der Landschaft inspiriertem Sound; auch Of Monsters and Men und Kaleo stammen aus Island. Das Iceland Airwaves Festival in Reykjavík gilt als wichtige Talentbörse. Chorgesang und eine lebendige Singer-Songwriter-Szene haben in der kleinen, dichten Kulturgemeinschaft großes Gewicht.
Brauchtum & Traditionen
Bräuche zwischen Wikingererbe und Natur: das mittwinterliche Þorrablót-Fest mit traditionellen (teils gewöhnungsbedürftigen) Speisen, der Nationalfeiertag am 17. Juni, die „Réttir" (herbstliches Zusammentreiben der Schafe) und der Glaube an verborgene Wesen (huldufólk, Elfen) ist tief verwurzelt. Schwimmbäder und heiße Quellen sind soziale Treffpunkte; das Erzählen der Sagas gehört zur kulturellen Identität.
Natur
Island ist ein Naturwunder auf der Grenze zweier Kontinentalplatten: aktive Vulkane, Geysire (das Wort stammt von hier), heiße Quellen, riesige Wasserfälle (Gullfoss, Dettifoss), Gletscher (Vatnajökull, größter Europas außerhalb der Arktis), Lavafelder, schwarze Strände und Fjorde. Geothermie und Wasserkraft liefern nahezu die gesamte Energie. Die Ringstraße erschließt die Insel; Nationalparks wie Þingvellir (UNESCO) und Vatnajökull schützen die Wildnis.
Es gibt keine Eisenbahn. In Reykjavík und Umgebung verkehren Stadtbusse (Strætó), überregional verbinden Überlandbusse die größeren Orte, im Winter jedoch eingeschränkt. Für die Erkundung der Insel ist ein Mietwagen praktisch — die Ringstraße (Route 1) umrundet das Land. Hochlandpisten (F-Straßen) sind nur mit Geländewagen befahrbar und im Winter gesperrt. Inlandsflüge und Fähren ergänzen das Angebot. Bezahlt wird durchgehend bargeldlos.
Auto-Hinweise
Rechtsverkehr. Keine Autobahnen im klassischen Sinn; der Vaðlaheiði-Tunnel im Norden ist mautpflichtig. Abblendlicht ist 24 Stunden am Tag gesetzlich Pflicht. Hochlandpisten (F-Straßen) erfordern Allradfahrzeuge und sind im Winter gesperrt; Flussdurchfahrten sind heikel. Wetter und Wind können extrem sein — aktuelle Straßen- und Wetterlage vor jeder Fahrt prüfen. Offroad-Fahren ist streng verboten. Blutalkoholgrenze sehr niedrig (0,5 ‰, in der Praxis Null-Toleranz-Mentalität).
Genuss & Küche
Geprägt von Fisch und Lamm: frischer Kabeljau und Lachs, isländisches Weidelamm, Skyr (cremiges Milchprodukt zwischen Joghurt und Quark), Roggenbrot, das in heißer Erde gebacken wird, sowie Fischsuppe. Traditionelle (für Fremde herausfordernde) Spezialitäten sind fermentierter Hai (hákarl) und Schafskopf. Der Hot Dog (pylsur) gilt als beliebtes Streetfood.
Signature-Drinks
Brennivín, ein Kümmel-Aquavit, ist das Nationalgetränk („Schwarzer Tod"). Dazu lokale Craft-Biere (Bier war bis 1989 verboten) und Reykjavíks lebendige Kaffeekultur. Das Leitungswasser — reines Gletscher- und Quellwasser — gehört zum Besten der Welt und wird gern pur getrunken. Alkohol gibt es nur im staatlichen Vínbúðin.
Shopping
Isländische Wolle steht im Mittelpunkt: der handgestrickte Lopapeysa-Pullover mit Rundpassenmuster ist ein Klassiker. Dazu Outdoor-Bekleidung (66°North), Lavastein- und Designschmuck, Skyr und Lakritz, Bücher (Island hat eine außergewöhnlich hohe Buchdichte) sowie Musik. Einkaufsadressen: die Einkaufsstraße Laugavegur in Reykjavík.
Klima
Trotz der Nordlage relativ mildes, aber sehr wechselhaftes ozeanisches Klima dank des Golfstroms. Kühle Sommer (Juli 10–15 °C) und milde, windige Winter (oft um 0 °C an der Küste). Stürme, Regen und schneller Wetterwechsel sind typisch — „vier Jahreszeiten an einem Tag". Im Sommer Mitternachtssonne, im Winter kurze Tage und häufige Nordlichter. Der Wind ist allgegenwärtig und kann stark sein.
EFTA/EEA und Schengen-Mitglied (nicht EU). EU/EFTA-Bürger reisen visumfrei mit Personalausweis ein. Drittstaaten ggf. Schengen-Visum. Gezahlt wird in Isländischen Kronen, fast ausschließlich bargeldlos.
Trinkgeld
Trinkgeld ist nicht üblich und nicht erwartet — Service ist im Preis enthalten. Bei besonders gutem Service kann man freiwillig etwas geben. Bezahlt wird nahezu überall mit Karte; Bargeld ist kaum nötig.